Mentor, Frequenzarchitekt. 59 Jahre Leben, sechs prägende Stationen.
Leben verändert sich. Manchmal in kleinen Schritten, manchmal in grossen Sprüngen.
Seit Anfang der Neunziger habe ich Firmen gegründet, geführt, verkauft und auch wieder geschlossen. Ich war Unternehmer, Sportler, DJ, Verkaufsleiter, Vater, Ehemann. Verschiedene Welten, verschiedene Rollen, verschiedene Lehren. Was ich heute weitergebe, kommt aus dieser Substanz.
Was mich durch all das getragen hat, ist meine Familie. Drei Kinder, ein Zuhause, das mir immer Halt gab. Was ich in der Arbeit weitergebe, hat dort seinen Anker.
Hohe Ansprüche, wenig Spielraum, klare Hierarchien. Eine Schule, in der man entweder Haltung entwickelt oder geht.
Ich habe Haltung entwickelt. Was ich dort gelernt habe: unter Druck arbeiten, ohne mich zu verlieren. Eigenes Urteil bilden, ohne lautstark zu werden. Ergebnisse liefern, auch wenn das Umfeld nicht ideal ist. Diese Grundlage trägt mich bis heute.
Mehrere Dutzend Mitarbeitende, jahrelange Verantwortung, ein Unternehmen, das ich von Grund auf aufgebaut habe.
Dort habe ich verstanden, wie aus einer Idee Realität wird: zuerst klar gedacht, dann mit Energie getragen, dann konsequent gehandelt. Wenn eines fehlt, bricht der Bogen. Und ich habe gelernt, eine Firma loszulassen, die ihren Zyklus erfüllt hatte. Aufhören ist eine eigene Disziplin. Genauso anspruchsvoll wie anfangen.
Ich bin in die Dotcom-Welle eingestiegen, weil dort die Chancen lagen. Als sich der Markt drehte, habe ich gelernt, was Unternehmertum auch bedeutet: schnell entscheiden, Verluste tragen, weitermachen.
Die wichtigere Erkenntnis kam aus dieser Zeit: was ich tue, muss zu mir passen. Sonst zahlt der Körper die Rechnung, die der Kopf nicht sehen will. Stabilität entsteht nicht durch das Konto allein, sondern durch Stimmigkeit.
Ich war in einer Phase, in der das Umfeld schwierig wurde. Strukturen, Spannungen, Dynamiken, die Energie kosten. Solche Phasen kennt fast jeder, der lange genug in Organisationen unterwegs war.
Was zählt, ist die innere Linie. Den Wert der eigenen Arbeit nicht von der Tagesform anderer abhängig zu machen. Klar bleiben, sachlich bleiben, professionell bleiben. Wer seine Mitte kennt, verliert sie nicht, weil andere unruhig werden.
Wirkliche Veränderung verlangt klare Entscheidungen. Sichere Verhältnisse zu beenden, ohne genau zu wissen, was als Nächstes kommt, gehört für mich zur unternehmerischen Substanz.
Ich habe das mehrfach getan. Jedes Mal mit Risiko, jedes Mal mit Verantwortung für die Menschen um mich herum. Diese Entscheidungen haben mich genau dahin gebracht, wo ich heute mit voller Überzeugung stehe.
Ich habe Jahre lang sehr gute Arbeit für andere geleistet. Die Zahlen stimmten, die Kunden waren zufrieden, die Rolle war bewährt. Und gleichzeitig wusste ich, dass mein eigener Weg ein anderer ist.
Heute arbeite ich nur noch an dem, wofür ich vollständig einstehen kann. Das ist nicht der bequemere Weg, aber der tragfähige. Stimmigkeit ist die Grundlage, auf der alles andere hält.
Was du in diesen Stationen liest, ist der Hintergrund.
Die Arbeit selbst beginnt dort, wo du heute stehst.
Mit dir, nicht mit mir.
Dann ist das vielleicht ein Hinweis. 30 Minuten, ehrlich, auf Augenhöhe. Wir schauen, wo du stehst und ob es zwischen uns passt.
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